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Diakonie Varel: radikaler Neustart
des Reinigungskonzepts

Innerhalb nur eines Jahres umgesetzt

Das Diakonische Werk Varel e.V., gegründet im August 1966, ist aus dem im August 1957 gegründeten Trägerverein des Evangelisch-Lutherischen Altersstifts Simeon und Hanna als eine kirchlich-diakonische Einrichtung entstanden. Der Trägerverein wurde nur zum Bau und Betrieb des Altersstifts gegründet. Um den Vorstandsbeschluss umzusetzen, einen Kindergarten zu errichten sowie das Mayerholzstift aus der Trägerschaft der Stadt Varel zu übernehmen, musste die Satzung geändert werden. Neben dem Altersstift Simeon und Hanna, einem Haus mit stationärer Pflege und 104 Betten, dem betreuten Wohnen in 28 Einheiten im Meyerholzstift, den 29 Seniorenwohnungen im Haus am Wald – hier können die Bewohner Dienstleistungen des Altersstifts wie etwa Wäsche- oder Raumpflege und Verpflegung dazu buchen, aber sonst selbstständig bleiben – und der ambulanten Pflege von 170 Patienten durch die Diakonie-Sozialstation betreibt die Diakonie Varel auch die drei Kindergärten St. Martin, St. Michael und Zum guten Hirten mit einer Außengruppe im Gemeindehaus die Arche und beschäftigt ungefähr 250 Mitarbeiter mit einem Jahresumsatz von gut 10 Millionen Euro.

Als 2010 die Hauswirtschaftsleitung in Rente ging, wurden ihre Aufgaben auf die Pflegedienstleitung und die Geschäftsführung aufgeteilt. „Das ist uns fachlich und organisatorisch irgendwann über den Kopf gewachsen“, gibt Geschäftsführer Jörg Peters zu, „und uns wurde klar: So können wir nicht weitermachen.” Über eine Handschuhbestellung entstand der Kontakt zu Simone Wachtendorf, die zu dieser Zeit für die GVS tätig war. „Als ich noch bei der GVS war, sind wir hier mal mit Christian Dierks durchgegangen und haben erstmal geschaut, womit gearbeitet wurde.“ Dabei stellte man fest, dass das Haus ohne Konzept, ob in der Wäscherei, der Küche, der Gebäudereinigung oder der Ausstattung mit Reinigungsequipment, geführt wurde. „Das Haus war stets ordentlich, keine Frage“, betont Simone Wachten-dorf, „aber es fehlte ein klares Konzept, mit dem die Mitarbeiter in Wäscherei, Raumpflege oder Küche arbeiten sollten.”

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